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Hallo,
liebe Gartenfreunde.
Obst- und Fruchtbäume Teil 1
Immer wieder werde ich von Gartenbesitzern gefragt, welche Obstsorten
hier im Algarve am besten gedeihen und problemlos im Garten zu kultivieren
sind.
Die beste Pflanzzeit für laubwerfende Obstsorten ist auch in den
Subtropen das Frühjahr. Allerdings beginnt der Frühling im Algarve
schon gleich mit Beginn des Neuen Jahres.
Im heissen, trockenen Sommer war das Leben im Boden metertief versteckt.
Im Frühling, mit normalerweise heftigen Regengüssen, den wieder
länger werdenden Tagen und der immer kräftiger werdenden Sonneneinstrahlung
beginnt alles Leben im Boden und auch in unserem Garten neu.
Die Mandelbäume (Prunus amygdalus) stehen in voller Blühte und
die Nespereiras (Eriobotrya japonica) - auch japanische Wollmispel genannt
- haben schon die ersten Fruchtansätze. An Ostern sind die wohlschmeckenden
Früchte der Nespereira reif.
Im Frühjahr werden auf den Zigeunermärkten der Algarve preiswert
verschiedene Obstbäume angeboten. Für die Liebhaber von frischem
Obst aus eigenem Garten sind folgende Baumsorten zu empfehlen:
Aprikosen - Damasqueiro
Pfirsiche - Pessequeiro
Pflaumen - Ameixeira
Feigen - Figueira
Birnen - Pereira
Japanische Wollmispel - Nespereira
Granatapfel - Romanzeira
Oliven - Oliveira
Walnuss - Nogueira
Mandel - Amendoeira
Johannisbrot - Alfarrobeira
Wer eine spezielle Sorte möchte, für den sind die im Frühjahr
angebotenen "Tütenpflanzen" eine Möglichkeit um auch
wirklich die Obstsorte zu erhalten,die man wirklich möchte.
Auf den Wochenmärkten ist oft nicht gewährleistet,daß
man ehrlich bedient wird.Bei den etablierten Baumschulen ist die Beratung
und Garantie,das man auch die gewünschte Obstsorte erhält wahrscheinlich.
Der Kauf eines Baumes ist Vertrauenssache. Wie gross ist die Enttäuschung,
wenn nach jahrelanger Pflege die Obstsorte etwas anderes bringt als erwartet.
Apfelbäume und Kirschbäume geben nur Früchte, wenn Sie
in einem Gebiet leben, in dem einige Tage lang Frost vorkommt. Falls die
genannten Sorten keinen Frost abbekommen und dadurch die Blätter
nicht verlieren, müssten Sie, um die Blüte anzuregen, die Blätter
selbst abzupfen.
Zitrusbäume benötigen viel Pflege, regelmässige Behandlung
mit Insektizid, guten Boden und viel Wasser. Bei Zitrusbäumen ist
die Zitrone (z.B. Eureka) noch am leichtesten zu kultivieren. Aber auch
Mandarinen und Pampelmusen sind geschmackliche Besonderheiten, für
die sich die Pflege lohnt.
Natürlich ist es für Leute aus dem kühleren Norden etwas
Besonderes, Zitrusbäume im eigenen Garten zu haben und eigene Orangen,
Zitronen oder Mandarinen zu ernten.
Wichtig ist es, den Baum nicht zu gross zu kaufen. Junge Bäume wachsen
besser an als alte Bäume und bereiten uns viel Freude am Zuwachs
von neuen Blättern und Früchten.
In die Pflanzlöcher sollte guter Humus miteingebracht werden, aber
vorerst kein Dünger, um kräftiges Wurzelwachstum anzuregen.
Es ist darauf zu achten, dass sich die Wurzeln in die Tiefe ausdehnen
können. Felsen oder eine Gesteinsschicht unter dem Obstbaum können
den Baum im Wachstum behindern oder sogar absterben lassen.
Der Abstand von Baum zu Baum sollte mindestens 4 Meter betragen; im Garten
jedoch kann auch der Raum zwischen den Bäumen reizvoll gestaltet
werden.
Ganz vorteilhaft ist es, Obstbäume mit Zierbäumen zu mischen,
welche den Boden lockern, Stickstoff sammeln, Gesteinsschichten aufbrechen
und den Obstbäumen Windschutz, Schatten und Humus bieten.
Im nächsten Artikel werde ich tropische Obst- und Fruchbäume
beschreiben, deren Pflanzzeit jahreszeitlich später ist.
Viel Erfolg für das Gartenjahr 2005 wünscht Ihnen Diefrid
Kranich
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